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Die erste Wohnung: Besichtigung

Du wurdest zu einem Besichtigungstermin eingeladen! Die erste Hürde auf dem Weg zu deiner ersten eigenen Wohnung ist also gemeistert.
Damit du gut informiert zur Wohnungsbesichtigung kommst, haben wir in diesem Artikel ein paar Hinweise und Tipps für euch zusammengestellt.

Was du bei der Wohnungsbesichtigung beachten solltest:

– Besichtigung bei Tageslicht: Vereinbare nach Möglichkeit einen Termin zur Wohnungsbesichtigung tagsüber. So bekommst du einen guten Einblick und bei Tageslicht sind Mängel besser zu erkennen. Optimal ist es wenn du dir die Wohnung am frühen Abend zeigen lässt: Um diese Uhrzeit ist das Verkehrsaufkommen am höchsten und viele Nachbarn sind bereits zu Hause. So erhältst du einen realistischen Eindruck von der Lärmbelastung.

– Prüfe Ausstattung wie Zustand der Wohnung. Punkte, die du unbedingt beachten bzw. abklären solltest:

– Zustand der Fenster und Türen (v.a. Dichtung)

– Wie ist die Wohnung ausgerichtet? Himmelsrichtung? Zu welcher Tageszeit wird Sonne in das Zimmer fallen?

– Wie sind die Außenwände gedämmt?

– Mit welcher Art von Heizung wird die Wohnung beheizt?

–  Ist eine Renovierung erforderlich?

– Liegt Schimmelbefall oder Feuchtigkeit vor?

– Bleibt die Einbauküche in der Wohnung bzw. kannst du sie übernehmen?

– Gibt es Kabel- oder Satellitenanschluss für den Fernseher?

– Wie hellhörig ist das Zimmer/die Wohnung/das Gebäude?

– Gibt es einen Keller oder einen Dachboden?

 

Natürlich solltest du dich nicht nur IN der Wohnung wohlfühlen, auch die Umgebung muss stimmen.

Kläre daher folgende Punkte bei der Wohnungsbesichtigung ab:

– Gibt es Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe?

– Gibt es einen guten Anschluss an Öffentliche Verkehrsmittel?

– Kannst du von hier aus die Universität bzw. deinen Arbeitsplatz gut erreichen?

– Gibt es einen Park/Grünflächen in der Nähe?

– Geräuschkulisse durch Straßenverkehr, Bahn, Flugschneise?

Weitere Tipps:

Die Wohnung zweimal besichtigen wenn möglich. Am besten an verschiedenen Tagen und Uhrzeiten. Falls nicht umsetzbar, kann man zumindest noch mal zu einer anderen Zeit am Haus vorbeigehen: Wie wirkt das Viertel, wie viel Verkehr gibt es?

Kamera mitnehmen. Machst du Fotos von der Wohnung, so kannst du dir zu Hause noch einmal in Ruhe die Bilder durchsehen und dir darüber klar werden, ob es sich wirklich um deine Traumwohnung handelt.

Es kann sich auszahlen, einen Freund/eine Freundin oder die Eltern zur Wohnungsbesichtigung mitzunehmen. Zum einen sehen vier Augen mehr als zwei. Die Begleitung bleibt meist objektiver und kann dich in deiner Euphorie gegebenenfalls einbremsen. Zum anderen wirkt ein 19-jähriger Maturant auf Vermieter allemal seriöser, wenn die Eltern dabei sind und finanzielle Sicherheit ausstrahlen. Bei WG-Castings raten wir eher davon ab, die Eltern mitzunehmen 😉

Nachfragen: Frage ruhig nach, warum der Vormieter ausgezogen ist.
Vor allem in einer WG gilt: Erkundige dich ob es Haustiere in der Wohnung gibt, falls du unter einer Tierallergie leidest. Umgekehrt gilt natürlich auch, wenn du selbst Haustiere in die Wohnung mitbringen möchtest, frage ob Katzen/Hunde etc. erlaubt sind.

 

Wie überzeuge ich den Vermieter?

Vermieter wollen einen Mieter finden, der zuverlässig ist und der alle nötigen Unterlagen gleich bei der Besichtigung beisammen hat. Das sind: die Kopie des Personalausweises und eine Auskunft über das eigene Einkommen.

Bei privaten Vermietern läuft es ähnlich wie bei einer Bewerbung auf einen Job ab. Der Geeignetste bekommt den Zuschlag. Hier empfiehlt es sich, zunächst telefonisch fehlende Informationen über die Wohnung zu erfragen.

 

Was sind Kaution und Provision?

Die Kaution dient dem Vermieter zur Sicherung zukünftiger Forderungen, die mit dem Mietverhältnis in Zusammenhang stehen können – vorwiegend für Beschädigungen des Mietgegenstands oder für Mietzinsrückstände. Eine Kaution muss der Mieter zum Einzug an den Vermieter zahlen, bekommt sie plus Zinsen aber beim Auszug zurück, wenn die Wohnung in Ordnung ist. Die Obergrenze der Kaution ist gesetzlich nicht festgelegt, bewegt sich in der Regel aber zwischen 3-6 Monatsmieten – mehr dazu siehe hier

Eine Provision ist eine einmalige Zahlung, die zum Einzug an den Makler geht, wenn er die Wohnung vermittelt hat. Die Provision darf nicht höher als zwei Monatsmietzinse plus Mehrwertsteuer sein.

 

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Bildnachweis: www.istockphoto.com


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